Unterstützte Kirchenschulen

Tabor Society Heidelberg

Sebeta Getesemani
Klostergebäude
Unterkünfte für Schülerinnen
Bäume werden gepflanzt
Feldarbeit

Sebeta Getesemani Bete Denagel Tebabat.

Das Frauenkloster Sebeta, das 24 km westlich von Addis Abäba entfernt liegt wurde 1962 mit Hilfe und Unterstützung des damaligen Kaiserpaares, Kaiser Haile Selassie und Kaiserin Menen, gegründet. Die Kaiserin stellte für die Klostergründung einen ihrer Sommerpaläste, ein villenartiges Haus inmitten eines größeren Geländes zur Verfügung. Es bekam den Namen Haus der Weisen Jungfrauen,"Bete Denagel Tebabat".

Mit dieser Gründung sollte ein für Äthiopien neuer Typ Frauenkloster aufgebaut werden; Vorbild war das Reformkloster der Koptischen Kirche in Beni Suef. Hier in Sebeta sollte eine Verbindung zwischen Spirituellem Leben, Sozialer Arbeit und Bildungsarbeit geleistet, sowie der Lebensunterhalt durch eigene Landwirtschaft gesichert werden. Bis zu dieser Klostergründung gab es in Äthiopien kein Frauenkloster dieser Art. Es wurde dem Patriarchen in Addis Abäba direkt unterstellt.

Dieses Kloster betreibt keine traditionelle Kirchenschule, sondern ist ein aktives diakonisch engagiertes Frauenkloster. Dieses Frauenkloster betreibt eine große Volksschule, ein Waisenhaus für Mädchen, zahlreiche Lehrwerkstätten, eine Zitrus-Plantage und Landwirtschaft mit Milchviehhaltung. Die Tabor Society hat kürzlich 32.000 ETB = 2.400,-- EUR gespendet, damit die Futterbeschaffung für die Milchkühe erleichtert wird und durch besseres Futter die Leistung der Milchkühe verbessert wird und so mehr Milch verkauft werden kann und damit die Einnahmen gesteigert werden können.

Warum diese Förderung? In den traditionellen Kirchenschulen werden nur männliche Studenten ausgebildet. Der Weg zur Entwicklung des Landes führt aber über die Verbesserung  der Frauenbildung. Das Kloster Sebeta erzieht Mädchen und bildet Frauen als Multiplikatoren der Entwicklung aus. Dies allein verdient schon die Förderung durch die Tabor Society.

Außerdem ist das Kloster Sebeta nach jahrelanger Anlaufschwierigkeit nun zu einem Vorbild für andere Klöster in der Armenfürsorge, in der Ausbildung und Entwicklungsarbeit in Äthiopien geworden. Wir hoffen, dass das Kloster Sebeta immer mehr andere Klöster anregt sich auch für Ausbildung und Entwicklungsarbeit zu engagieren.

Literatur:

Fotos: 1,2: Marx

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 ( November 2009) Bemerkungen, Anfragen und Mitteilungen an: webmaster@tabor-society.de