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(1) Gottesdienst in Köln
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(2) Patriarch Abuna Paulos in Addis Abeba
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Kurze Einführung in die Geschichte der orthodoxen Kirche Äthiopiens (Teil I)
Äthiopien stellt einen eigenen Kulturkreis innerhalb Afrikas dar. Viele der kulturellen Entwicklungen des Landes - zum Beispiel die Entwicklung der für Afrika einzigartigen Malerei - sind nur im Zusammenhang mit dem orthodoxen Christentum zu verstehen.
In den ersten Jahrhunderten waren im ganzen Mittelmeerraum große christliche Gemeinden gewachsen. Im 4. Jahrhundert wurde das Königreich von Axum christlich und Frumentios wurde vom Patriachen in Alexandria zum ersten Bischof für Äthiopien geweiht. Das Christentum konnte an jüdische Traditionen anknüpfen, die sich in Elementen des orthodoxen Gottesdienstes und im Bereich der Kirchenschule bis heute erhalten haben: So gibt es den Zweig der Kirchengelehrten neben dem des Klerus; es gibt den Tabot, eine Nachbildung der Bundeslade. die das Allerheiligste einer äthiopischen Kirche darstellt
Im 5. Jahrhundert spalteten sich die meisten Kirchen des orientalischen Raumes auf dem Konzil von Chalcedon ab. Sie werden heute als altorientalische oder nonchalcedonenische Kirchen bezeichnet. Mit Beginn des Islams und Einsetzen der islamischen Sperre im 7. Jahrhundert wurde Äthiopien zunehmend von der übrigen Christenheit isoliert, zumal die christlichen Kulturen in Syrien, Ägypten und Nubien in den folgenden Jahrhunderten weitgehend zerstört wurden. Äthiopien jedoch überlebte dank seiner unzugänglichen geographischen Lage im Hochland, dank seiner Fruchtbarkeit und dank der von Äthiopien ausgehenden Handelsbeziehungen zu umliegenden Gebieten.
Die orthodoxe Kirche Äthiopiens wurde 1268 (Wiedereinsetzung der Salominischen Dynastie) rechtmäßiger Inhaber von einem Drittel des Landbesitzes im ganzen Reich. Die Kirche stand mit dem Staat in enger Verbindung. Äthiopiens Kultur wurde über 1000 Jahre durch die Kirche erhalten und durch die Kirchenschulen von Generation zu Generation tradiert. Diese Schulen sind Klöstern oder Kirchen angeschlossen und verfolgen ein religiös ausgerichtetes Lehrziel. Otto A. Jäger schätzt die Zahl der Kirchen in Äthiopien auf 20.000, von denen die bedeutenden oft mit Klöstern verbunden sind. Samuel Gobat beschreibt in "Journal of Three Years Residence in Abyssinia, London 1834, das Schulwesen in alter Zeit.
Die Kirchen sind außen rund und haben innen einen quadratischen Raum, der das Allerheiligste bildet. In diesem Raum wird der "Tabot" aufbewahrt, eine Nachbildung der Bundeslade, der nur bei hohen kirchlichen Festen aus der Kirche feierlich herausgetragen wird.
Fortsetzung: Teil II
Die Äthiopische Orthodoxe Kirche in Deutschland
Fotos:
1: Marx; 2: Lesinski
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